Im
Jahr 1999 machte sich Jo Lynch, in
Zusammenarbeit mit dem Museum (für den
Urmenschen) von Tautavel auf die Suche nach
dem Verbindenden zwischen der Felsmalerei der
Vorzeit und der heutigen Malerei. Denn,
nachdem er erst einmal seine
Künstler-Seele entdeckt hatte, hat der
Mensch seine ursprünglichen
Fähigkeiten bewahrt und ist seinen
Werkzeugen treu geblieben: um eine dunkle
Spur auf einer hellen Unterlage zu
hinterlassen sind auch heute noch ein
Stück Holz- kohle- oder Zeichenstift die
geeignetsten Materialien.
Auch
das Tier als Thema bleibt über die
Jahrtausende erhalten. So kam es daß Jo
Lynch, nachdem sie den Park eines Tages
betreten hatte, begann Tiere in ihrer
Bewegung zu skizzieren - und seither nicht
mehr davon abließ, auf ihre Weise die
Bewohner der Réserve Africaine de
Sigean mit Holzkohle und Farbstiften"
festzuhalten, ganz so wie es die Urmenschen
vor 40 000 Jahren schon taten, die Tiere auf
ihren Werkzeugen, auf ihrem Schmuck und auf
den Höhlenwänden
darstellten.
Während
der 80er Jahre wurde - anlässlich von
choreografischen Studien in New York - die
Bewegungs-Skizze zu ihrem Markenzeichen.
Einmal von Tieren angezogen, hat Jo Lynch
seit vielen Jahren ihren Gegenstand unter den
Tieren der Réserve Africaine de Sigean
gefunden. Ihre nach der Natur gezeichneten
Skizzen verraten ihr großes Können
beim Festhalten des Tieres in seiner
flüchtigen Bewegung. Der lebendige
Schwung ihrer Linien wurde in einer
Sonderausgabe des Info-Briefes der
Freunde der Réserve Africaine de
Sigean" (A.R.A.S.) 1997 erläutert.
Diesen lebensvollen Schwung trifft man auch
in den Tierskizzen geschmückter
Höhlenwände und verzierter Objekte
des Steinzeitmenschen.
Seit
2003 zeigt Jo Lynch unter dem Titel
traces d'espèces" (Spuren
der Arten") eine Kollektion von
ausschließlich in der Réserve
Africaine de Sigean gezeichneten Werken, und
nimmt uns mit auf eine Safari aus
Tier-Skizzen. Zu den letzten, noch
unveröffentlichten Zeichnungen
gehören solche von Herbst 2002. Eines
unserer Breitmaul-Nashörner hingegen,
Cleopatra", das trotz seines
ehrwürdigen Alters von 37 Jahren noch
immer in Sigean lebt, wurde schon 1990 in
Kohle verewigt.
Angelockt
durch die Landschaft, hat Jo Lynch ihr
Atelier im Département Hérault
errichtet. Ihre Themen stammen aus dem
dörflichen Leben: Dorfbewohner und die
Landschaft in der diese arbeiten. Die
Künstlerin nutzt verschiedene Techniken,
darunter Kohle, Gouache und Tempera. Sie
stellt regelmäßig aus; ihre
Zeichnungen illustrieren beim Verlag
Macmillan und Metuen (London) erscheinende
Bücher.
Für
Liebhaber der Tiere der Réserve stehen
numerierte Drucke in der Boutique zur
Verfügung, während der Gesamtdauer
der Ausstellung. Wenn Sie eines der Originale
kaufen möchten, wenden Sie sich an uns
(Cafeteria, Boutique oder Empfang), es wird
uns eine Freude sein, Sie mit Jo Lynch in
Kontakt zu bringen.
Ausstellung
von Schimpansen-Malereien
Es
handelt sich um eine durchdachte Ausstellung
von in über 15 Jahren entstandenen
Bildern.
Haben solche Schimpansen-Malereien einen
Sinn? Was malt der Schimpanse? Kann man von
einem Schimpansen-Stil" sprechen? Eine
Menge Fragen, die Desmond Morris seit den
50er Jahren stellte &endash; und auf die Sie
vielleicht bei Ihrem Besuch in Sigean eine
Antwort finden.